Kon Tum

Das zentrale und südliche Hochland ist eine faszinierende Landschaft reich an Naturwundern, wo viele ethnische Minoritäten ihre althergebrachten kulturellen Wurzeln pflegen. Der Anbau der aromatischen Bohne prägt das Landschaftsbild ganzer Regionen. Man hält nach Lust und Laune an, um den Blick auf die Berge zu genießen, wilde Wasserfälle zu bewundern oder Bewohner der Bergdörfer kennenzulernen.
An „Kon Tum City“ schließen sich westlich übergangslos zwei Bahnar-Dörfer an: Kontum K’pong und Kontum K’nam, was so viel wie Ober- und Unter-Kontum bedeutet. In Ober-Kontum befindet sich ein schönes Rong-Haus, wo Konferenzen, Hochzeiten, Feste und Gebetsversammlungen stattfinden. Diese Häuser mit dem charakteristischen höhen Dach, das in seiner Form an eine Axtklinge erinnert, sind der Mittelpunkt jedes Bahnar-Dorfes und dienen als Versammlungshalle oder Gerichtssaal. Rund dem Dorf herum stromen Kühe und Schweine auf staubigen Wegen, während Kinder nackt oder in ärmlichen Kleidern spielen. Bei abendlichen Veranstaltungen wird Gong-Musik von ethinischen Männern und Frauen gespielt, getanzt und gemeinsam aus einem großen Fass Reiswein mit dem Strohhalm getrunken.
Auf einer anderen Seite der Stadt sind immer noch die Schäden angesichts des Vietnamkriegs sichtbar. Nach wie zuvor sind Nachwuchs geboren leidend unter giftigem Orange Dioxyd. Immer noch kommen Kinder im Armut zur Welt, dabei sie wenige Gelegenheiten zur Bildung zu haben.
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