Đường Lâm - "Land zweier Könige"
Circa 60km nordwestlich von Hanoi liegt Duong Lam eins der ältesten Dörfer Vietnams. Neulich wurde Duong Lam der Titel „ Nationales Kulturerbe“ verliehen.
Eingebettet in eine fruchtbare Ebene liegt Duong Lam in einer wunderschönen Landschaft mit sanften Hügeln und dem munter dahinplätschernden Fluss Sông Tích. Duong Lam bietet auch eine schöne Möglichkeit, sich den Ursprüngen der alten vietnamesischen Traditionen zu nähern, weil dort die Eindrücke des 17.- 18. Jahrhunderts noch sehr lebendig sind.

Schöne Ausblicke, die jeden zum Staune bringen.
Sehr bekannt ist Duong Lam für seine Architektur des 17.- 18. Jahrhundertes, deren Merkmale eines vietnamesischen Dorfes wie zum Beispiel Dorfeingang, Brunnen, Đa-Baum, usw. gut zu erkennen sind. Das ganze Dorf ist aus dem Schwemmmaterial Laterit aus dem Red River erbaut worden und charakteristisch für die Architektur aus dieser Epoche. Im Zentrum steht eine Versammlungshalle, die 1684 erbaut wurde. Die meisten Häuser strahlen eine große Ruhe aus, sodass man das Gefühl hat, die Kunst- und Kulturgeschichte aus diesen Zeiten sei nicht in Vergessenheit geraten. Nur sehr wenige Touristen „verlaufen“ sich an diesen ruhigen erhabenen Ort.


Bemerkenswert ist der Aufbau des Dorfes, denn alle Gassen führen fischgrätenförmig zur Hauptstraße, die weiter zur Versammlungshalle führt, wo sämtlich Festivitäten so wie traditionelle Tänzen oder Veranstaltungen aller Art stattfinden.
Genauso sehenswert ist auch der Tempel von Chua Mia in der Nähe, der nicht nur das Zentrum des spirituellen Lebens der Gemeinde ist, sondern auch ein Paradebeispiel der lokalen Architektur. Das Gebäude besteht aus einem Fundament, verkleidet mit hölzernen Podest und vierzig massiven Eisenholzsäulen, die das große geschwungene Dach tragen. Ursprünglich waren in diesem Tempel mehr als 400 Holzstatuen, von denen jedoch nur 287 erhalten sind.
Duong Lam ist auch die Heimat von zahlreichen bekannten Persönlichkeiten Vietnams. So befinden sich im Dorf das Grab von Phung Hung (761-802), der im Jahre 791 einen landesweiten Widerstand gegen die chinesischen Besatzer organisierte und das von Ngo Quyen (898-944), der Vietnam 938 die Unabhängigkeit brachte.

Seitdem das Dorf zum Nationskulturerbe ernannt wurde, wird mehr Wert auf die Bewahrung der Kulturschätze gelegt, um der Globalisierung und Modernisierung des Dorfes entgegen zu wirken.
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