Vietnam - Land und Leute
Interessieren Sie sich für vielfältige Facetten der Kultur? Hier können Sie sich weitere Information über das Land und die Leute verschaffen.
Geographie
Vietnams Flächenausdehnung ist geringfügig kleiner als die von Deutschland. Das Land umfasst die weiten Ebenen des Flussdeltas vom Roten Fluss und Mekong, die gesamte östliche Festlandküste Südostasiens und Gebirgszüge sowie Hochebenen im Hinterland. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 1.650 km, die Ost-West-Breite bis zu 600 km, während die schmalste Stelle in Mittelvietnam nur 50 km beträgt. Die Küstenlinie hat eine Länge von über 3.400 km, auch die Landgrenzen zu den 3 Nachbarstaaten überschreiten wegen der langstreckten Form 3.000 km Gesamtlänge.

Die Geographie Vietnams wird auch als "Bambusstange mit 2 Reisschalen" beschrieben: Im Norden und Süden zwei fruchtbare reisliefernde Flussdeltas, dazwischen als Verbindung ein schmales, eher karges, von Wald und Gebirge geprägtes Gebiet. Insgesamt ist Vietnam ein zu 3/4 von Bergen und Hochebenen geprägtes Land.
Das Delta des Roten Flusses
Wenige Kilometer westlich von Hanoi münden der Schwarze (Sông Đà) und der Klare Fluss (sông Lô) in den Roten Fluss (sông Hồng); von dieser Stelle breitet sich das Delta fächerförmig bis zum Golf von Tonkin aus. Hier sind die Kalksteinfelsen um Ninh Bình, südlich von Hà Nội und die HaLong-Bucht, östlich von Hà Nội gelegen, Touristenattraktionen.
Das Mekong Delta
Mekong Delta ist eine fruchtbare, dichtbesiedelte Schwemmland-Ebene, an deren nordöstlichem Rand die Millionenstadt, Ho Chi Minh Stadt, liegt. Das mit Abstand größte und ertragreichste Reisanbaugebiet ihres Landes erschlossen die Vietnamesen erst im 18. und 19. Jahrhundert, nicht lange bevor die Franzosen sich seiner bemächtigten und anfingen, den Reis in alle Welt zu exportieren.
Umwelt
Durch den Einsatz von Umweltgiften durch die USA während des Vietnamkrieges ist die vietnamesische Natur nachhaltig geschädigt worden. Vor allem der Einsatz von dioxinhaltigen Herbiziden wie Agent Orange, von dem die US-Luftwaffe etwa 50 Millionen Liter über dem Land versprühte, welches sich nur sehr langsam zersetzt und eine Halbwertszeit von etwa einem Jahrzehnt hat, zeigt in großen Landstrichen nach wie vor seine Wirkung. So wurden während des Krieges etwa die Hälfte der Mangrovensümpfe zerstört, die sich nicht selbst regenerieren können. Die entlaubten Hänge im Landesinneren können nach wie vor nicht aufgeforstet werden, denn es können sich nur sehr widerstandsfähige Gräser halten, die während der Trockenzeit sehr anfällig für Flächenbrände sind. In der Regenzeit kommt es in diesen Regionen daher zu extrem starker Erosion.
